Sie können diese Krise meistern...

Beginnen Sie noch heute !

Vorbereitungen II

Sie haben die grundlegenden Mindestvorbereitungen bereits getroffen und stehen im Not- oder Krisenfall nicht vor einem schwarzen Loch. Für Sie muss es nun darum gehen, zum einen die Lücken in Ihrer Vorsorge zu schließen und zum anderen den Überbrückungszeitraum zu vergrößern. Überlegen Sie sich zunächst, welche Menge an Nahrungsmitteln Sie einlagern möchten. Diese sollten auf jeden Fall für mehrere Monate ausreichend sein. Nahrungsmittel für mehrere Jahre einzulagern, bedeutet ein durchaus größeres Unterfangen. Bei welchem Zeitraum Sie die Grenze ziehen, bleibt Ihnen überlassen und hängt natürlich auch stark von Ihren finanziellen und räumlichen Möglichkeiten ab.

Neben der reinen Einlagerung von Lebensmitteln sollten Sie auch unbedingt anfangen, sich mit dem Anbau von Obst und Gemüse zu befassen, sofern Sie es nicht bereits tun. Optimal ist ein eigener Garten hinter dem Haus oder ein Schrebergarten. Letzteren können Sie auch versuchen zu bekommen, allerdings ist die Nachfrage hier mittlerweile sehr groß geworden. Sollte beides nicht gehen, können Sie auch auf einem Balkon (möglichst keine Nordlage) oder sogar auf dem Fensterbrett erstaunliche Ergebnisse erzielen. Ein Quadratmeter Fläche auf einem Balkon kann Ihnen im Sommer über Monate hinweg Tomaten, Gurken, Paprika und vieles mehr liefern. Dieser Quadratmeter reicht dann schon für den Bedarf einer Person, wenn man es geschickt anstellt.

Wenn Sie hier noch keinerlei Erfahrungen haben, sollten Sie aber unmittelbar damit anfangen. Erfahrung ist hier durch nichts zu ersetzen. Auf dem Balkon oder dem Fensterbrett bleibt der zeitliche Aufwand auch absolut im Rahmen und Spaß macht es außerdem, seine eigenen Erzeugnisse zu verzehren. Vergessen Sie bitte nicht Saatgut und Dünger einzulagern.

Bei dem Thema Wasserversorgung sollten Sie über die reine Vorratshaltung hinausgehen und zumindest einen Wasserfilter anschaffen, mit dem Sie Wasser reinigen und aufbereiten können. Optimal ist natürlich ein eigener Brunnen. Regentonnen oder Zisternen sind ebenfalls eine gute Ergänzung. Denken Sie daran, dass Sie Ihre Pflanzen ja auch bewässern müssen.

Licht und Heizung sollte im Notfall auch für eine längere Zeit zur Verfügung stehen, selbst wenn der Strom fehlt. Ein Möglichkeit hierzu ist die Anschaffung eines Vorrats an Lampenpetroleum plus einen entsprechenden Petroleumofen und Lampen (z.B. eine Petromax). Wenn Sie bereits einen Kaminofen zuhause haben, sind Sie fein raus und müssen nur einen entsprechenden Holzvorrat aufbauen.

Licht können Sie natürlich auch durch eine alternative Stromversorgung bereitstellen. Bewerkstellen können Sie dieses mit einer Solar-Anlage (im Niederspannungsbereich sehr bezahlbar) und/oder einem Notstromaggregat. Durch die aktuelle LED-Lichttechnik sind mittlerweile sehr gute Lösungen mit überschaubarem Aufwand erreichbar. Wenn Sie eine Ölheizung mit einem schönen Ölvorrat besitzen, brauchen Sie auch Strom, um diese zu betreiben. Der Stromverbrauch hängt sehr stark davon ab, wie modern Ihre Pumpe und ihr Brenner ist. Eventuell lohnt es sich, diese zu modernisieren. Das spart Ihnen schon heute Strom und im Krisenfall vereinfacht es die Notversorgung beispielsweise mit einem Notstromaggregat.

Kaufen Sie sich jetzt Bücher zu praktischen Themen, die später in der Krise für Sie wichtig sein werden. Nutzpflanzen, Kräuterkunde, Reparaturbücher, Heilkunde, Überlebenstraining, Selbstverteidigung, etc. sind Themen, für die Sie aktuell eventuell wenig Zeit und Interesse haben. Wenn Sie aber neue Ware oder Dienstleistungen aller Art (medizinische Hilfe, Reparaturen, Schutz, etc.) nicht mehr bekommen können, wird es sehr wichtig, was Sie alles selbst machen können.

Grundsätzlich ist es auch sehr sinnvoll, sich schon jetzt in gewissen Fähigkeiten zu üben, damit Sie wenn es darauf ankommt diese dann auch beherrschen. Da aber den meisten Menschen aktuell die Zeit dafür fehlt, besorgen Sie sich jetzt zumindest die Anleitungen dazu. Dann können Sie in der Krise direkt loslegen, praktisch etwas zu tun. Das ist besser, als dann erst auf die Suche nach entsprechenden Büchern zu gehen. Diese werden dann nämlich gar nicht oder nur noch sehr schwer erhältlich sein.

Alternativ können Sie hier und heute auch im Internet auf die Suche gehen und sich die entsprechenden Seiten komplett auf Ihrer Festplatte abspeichern oder noch besser ausdrucken. Bücher sind hier aber immer noch die kompaktere und einfachere Variante, insbesondere, wenn Sie nur wenig Zeit haben. Gehen Sie bitte nicht davon aus, dass Sie im Krisenfall dann im Internet recherchieren können. Das Internet wird mit Sicherheit zeitweise nicht mehr funktionieren.

Im finanztechnischen Bereich sollten Sie bereits aus allen Papierwerten ausgestiegen sein. Neben dem Kauf von Edelmetallen zum Werterhalt sollten Sie aber auch daran denken, dass es Zeiten geben wird, in denen keine brauchbare Geldwährung mehr existiert. Dann ist es hilfreich, wenn man beispielsweise beim Bauern etwas Werthaltiges als Gegenleistung für einen Sack Kartoffeln anbieten kann. Gold ist hierzu ungeeignet, denn damit würden Sie theoretisch den ganzen Bauernhof kaufen können – der Bauer wird Ihnen aber trotzdem nur einen Sack Kartoffeln dafür geben.

Silber wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eher gut als Geldersatz dienen können, da die Wertdichte hier nicht so hoch, der Bekanntheitsgrad aber gegeben ist. Auch wenn Sie momentan bei Kauf von Silbermünzen Mehrwertsteuer zahlen müssen, sollten Sie anstreben, auf jeden Fall mehrere Hundert Unzen zu besitzen. Erst danach können Sie auch überlegen, Gold zu kaufen. Silber wird genauso wie Gold im Wert steigen (wahrscheinlich sogar mehr, da Silber momentan im Verhältnis zu Gold noch viel zu billig ist), erfüllt aber nebenbei noch den Zweck einer Notwährung.

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Da auch Silber für manche Dinge zu wertvoll werden kann, bzw. es auch Zeiten geben könnte, in denen es noch nicht richtig als Zahlungsmittel akzeptiert wird, sollten Sie auch noch eine weitere Variante in der Hinterhand haben. Waren, die dann nicht mehr importiert werden können, werden sehr wertvoll werden. Kaffee oder Tee sind Beispiele dafür. Spirituosen und Tabakprodukte waren auch in der Vergangenheit in Krisen gesuchte Tauschobjekte. Ein entsprechender Vorrat wird Sie in der Krise mit Sicherheit dazu in die Lage versetzen, benötige Dinge dagegen einzutauschen. Hygieneartikel, Wasch- und Putzmittel, Toilettenpapier usw. sollten Sie sowieso für sich selbst einlagern. In der Krise kann das eine oder andere hiervon aber ebenfalls gut als Tauschmittel dienen – zumal diese Dinge fast unbegrenzt haltbar sind.

Legen Sie sich zumindest eine hochwertige Kleidungsausstattung zu, mit der Sie auch auf eine mehrwöchige Wander- oder Fahrradtour gehen würden. Kalkulieren Sie dabei alle Wettersituationen mit ein, Sommer wie Winter. Dann haben Sie auf jeden Fall eine universell verwendbare und auch langlebige Ausstattung, mit der Sie bis auf weiteres auskommen können.

In diesem Status der Vorbereitung wird es auch entscheidend sein, auf die eigene Sicherheit zu achten. Das erste Gebot ist hierbei Verschwiegenheit und Unauffälligkeit. Wenn es sich herumspricht, werden Ihre Vorbereitungsmaßnahmen dann in der Krise Begehrlichkeiten bei anderen wecken. Der beste Schutz ist also zuerst einmal, dass alle glauben, Ihnen geht es genauso schlecht, wie allen anderen auch.

Wenn es Nahrungsmittel nur für Lebensmittelmarken gibt, gehen Sie auch zu den Ausgabestellen und holen Sie sich Ihren Anteil ab. Erstens schont das Ihre Vorräte und außerdem erwecken Sie kein Misstrauen bei anderen. Erhöhen Sie zusätzlich die passive Sicherheit Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses. Stabile Türen, Fenster und Rollläden, vergitterte Kellerfenster und eventuell die eine oder andere Überwachungskamera sind sinnvolle Maßnahmen, die einem potentiellen Dieb sein Handwerk verleiden können. Übertreiben Sie es aber nicht dahingehend, dass jemand allein durch den Anblick Ihres Domizils und sehr offensichtlicher Sicherungsmaßnahmen den Eindruck bekommt, dass hier etwas zu holen ist.

Eine gute Möglichkeit, seine Sicherheit zu erhöhen, ist die Bildung eine Verteidigungsgemeinschaft. Eine Gruppe als Gegner erhöht das Risiko für einen Angreifer ganz beträchtlich, weshalb dieser sich oft lieber einen schwächeren Gegner aussuchen wird. Insbesondere, wenn der Angreifer vorher gar nicht genau weiß, was er überhaupt gewinnen kann, wird er das Risiko scheuen. Mitstreiter für eine Verteidigungsgemeinschaft findet man natürlich sinnvollerweise in der örtlichen Nähe wie beispielsweise der Verwandtschaft, Freunden oder Nachbarn. Sollten hier aktuell Konflikte mit diesen existieren, dann lösen Sie diese am besten sofort. Arrangieren Sie sich mit den Menschen, die in Ihrer Nähe sind. Mitglieder einer Verteidigungsgemeinschaft, die 100 km weit entfernt wohnen, sind nicht wirklich hilfreich.

Eine schlagkräftige Gemeinschaft kann schon einen sehr guten Beitrag zu Ihrer Sicherheit leisten. Als Einzelkämpfer sind die Chancen bedeutend schlechter, auch wenn Sie gut bewaffnet sind. Auch Sie müssen einmal schlafen. Fangen Sie noch heute an zu eruieren, wem Sie in einer Krisensituation vertrauen können und wem nicht.

Beginnen Sie damit, sich ein Netzwerk aufzubauen. Der Bauer, bei dem Sie regelmäßig einkaufen und mit dem Sie immer mal wieder ein Schwätzchen halten, könnte ein sehr wertvoller Kontakt sein. Jemanden der einen Brunnen besitzt oder auch ein passionierter Kleingärtner sind sicher auch hilfreich. Letzterer hat mit Sicherheit viele Tipps parat, wenn Sie selbst anfangen, Gemüse anzubauen. Je größer und vielschichtiger Ihr Netzwerk ist, desto wertvoller wird es in der Krise sein. Bedenken Sie aber bitte, dass Sie dem Netzwerk auch etwas bieten müssen und nicht nur „abzapfen“ können.

 

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